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1. Richtlinien zur Rindfleisch-Erzeugung, Stand: 10.01.2000

I. Flächenbewirtschaftung

Pro gehaltener Großvieheinheit ist mindestens eine Fläche von 0,5 ha als extensives Grünland nach den folgenden
Richtlinien zu bewirtschaften:

1. Die Nutzung erfolgt als Dauergrünland. Pflegeumbrüche oder Übersaaten sind in der Regel nicht erlaubt.

2. Die Düngung des Grünlands für Rindfleisch-Erzeugung ist auf maximal 80 kg N/ha und Jahr begrenzt.

3. Mindestens 33 % der Grünlandfläche ist im Jahr erstmalig nach dem 15.6. zu nutzen.

4. Wiesennutzung: Es dürfen maximal 3 Schnitte im Jahr erfolgen.

5. Weidenutzung: Bis zum 15.6. ist eine Besatzdichte von max. 2 GVE pro ha bezogen auf die Fläche zulässig,
wobei der im Anhang aufgeführte GVE-Schlüssel zur Berechnung herangezogen wird.

6. Eine Kalkung kann nur erlaubt werden, wenn durch Messung des pH-Wertes und durch Ermittlung der Bodenart
ein eindeutiger Kalkbedarf nachgewiesen werden kann, wobei von den im Anhang festgehaltenen Bedarfsgrenzen
ausgegangen wird.

7. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und jede über den derzeitigen Stand hinausgehende Entwässerung des
Grünlandes sind verboten. Eine einmalige, lokale und gezielte Bekämpfung von Problem-Unkräutern kann in
Ausnahmefälle nach Rücksprache mit der Aktion Fischotterschutz erlaubt werden.

8. Die Ausbringung von Klärschlamm, Abfallkompost und anderen Stoffen im Sinne des § 15 (1) Abfallgesetz auf
die für den Futteranbau genutzten Flächen ist verboten.

II. Tierhaltung

1. Während der Vegetationszeit müssen die Rinder auf der Weide gehalten werden. Nur Bullen - Absetzer dürfen
ganzjährig in einem Stall mit Laufhof gehalten werden. Eine dauerhafte Anbindung und eine Haltung auf
Spaltenböden ist generell verboten. Die Stallfläche muss mindestens 1 qm je 100 kg Lebendgewicht betragen.
Werden Bullen ganzjährig im Stall mit Laufhof gehalten, so muss den Tieren zusätzlich bis 350 kg Lebendgewicht
mindestens 3 qm und über 350 kg mindestens 4 qm Bodenfläche je Tier zur Verfügung stehen.

2. Umstellung der Tierhaltung : Erfüllt ein landwirtschaftlicher Betrieb nicht die Bedingungen bezüglich der Form der
Tierhaltung kann, beim Vorliegen aller anderen Voraussetzungen, ein zeitlich detaillierter, betriebsindividueller
Umstellungsplan vereinbart werden. Bei Einhaltung des Umstellungsplans kann der Betrieb über ISE-LAND
Rindfleisch vermarkten.

III. Fütterung und Medikamenteeinsatz

1. Die Fütterung erfolgt ausschließlich mit heimischen Futtermitteln. Die Maissilage wird in der Tagesration auf
max. 30 % der Trockenmasse begrenzt. Im Stall muss Heu angeboten werden.

2. Zusatzstoffe zur Leistungsförderung sowie synthetische Futtermittel sind gemäß den gesetzlichen
Bestimmungen im Futter nicht enthalten, und dürfen auch nicht anderweitig verabreicht werden.

3. Verboten ist die Fütterung mit Milchaustauschern und die Verabreichung von Medizinalfuttermitteln,
Beruhigungsmitteln und Hormonen.

IV. Transport

1. Die Schlachttiere dürfen nur in geeigneten Viehtransportern zur Schlachtstätte transportiert werden. Elektrische
Treibstöcke und Schlaggegenstände sind verboten.

2. Die maximale Transportentfernung bis zum Schlachtbetrieb beträgt 1 Stunde Fahrtzeit. Die Koordinierung der
Transporte erfolgt über das ISE-LAND Büro.

V. Tierzukauf
Der Zukauf von Rindern zur Mast hat von ISE-LAND-Betrieben zu erfolgen. Über ISE-LAND vermarktete Tiere
müssen mindestens 2/3 ihrer Lebenszeit nach den Erzeugungsrichtlinien von ISE-LAND gehalten worden sein.
Der Zukauf von Tieren aus NEULAND- bzw. ökologischer Tierhaltung ist zulässig. Werden Masttiere aus anderen
Betrieben zugekauft, so muss zumindest schriftlich vom Zukaufbetrieb bestätigt werden, dass er die Fütterungs-
richtlinien von ISE-LAND einhält und die Tiere nicht auf Spalten gehalten wurden.

VI. Schlagkartei
Zur Kontrolle der Einhaltung der Richtlinien führt der Betriebsleiter über die Nutzung des Grünlands eine Schlag-
kartei, die Angaben über die Nutzungsart, die Nutzungshäufigkeit, die Düngung und die Zeitpunkte von Nutzung und
Düngung enthalten. Diese Schlagkartei ist am Ende des Jahres dem beauftragten Vertreter der Aktion
Fischotterschutz zu übergeben.