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Gesamtbetriebliche Erzeugungsrichtlinien

für Agrarprodukte in der Vermarktungsgemeinschaft ISE -LAND (Stand: 10.4.2001)

Über die Richtlinien der ordnungsgemäßen Landwirtschaft und der gesetzlichen Regelungen hinaus, sind im gesamten Betrieb folgende Mindestanforderungen einzuhalten:

Lage des Betriebes:
Der landwirtschaftliche Betrieb muss mit seiner Betriebsstätte und dem überwiegenden Anteil seiner genutzten Flächen in der „ISE-LAND-Region“ liegen. Diese Region wird durch einen Höchstabstand von 25 km Luftlinie zum Fluss Ise im Landkreis Gifhorn festgelegt (siehe beiliegende Karte).

Gesamtbetriebliche Richtlinien:

1. Auf der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche dürfen keine Pflanzenbehandlungsmittel mit W-Auflage eingesetzt werden.

2. Der Viehbesatz darf nicht über 1,5 DE/ha landwirtschaftlich genutzte Fläche liegen, wobei der im Anhang aufgeführte DE-Schlüssel zur Besatzermittlung herangezogen wird.

3. Auf Grünland ist die Düngung auf maximal 180 kg N/ha und Jahr zu beschränken.

4. In den Gewässerrandstreifen (Geländestreifen, die direkt an die Gewässer angrenzen) ist die Ausbringung von Düngemitteln jeglicher Art und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln untersagt. Die Breite von Gewässerrandstreifen wird wie folgt festgelegt:
a) bei Ausbringung von Düngemitteln- ein Randstreifen von 5 m
b) bei Pflanzenbehandlungsmitteln - ein Randstreifen von 10 m (gemessen jeweils von der Böschungsoberkante des Gewässers)

5. Pro ha landwirtschaftlich genutzter Fläche des Betriebes soll die Länge der ungenutzten Gewässerrandstreifen, Hecken, Ackerrandstreifen oder ungenutzten Feldraine bei einer Mindestbreite von 5 m mindestens 20 lfm betragen. (Beispiel: 50 ha Betrieb = 1.000 lfm Gewässer-, Ackerrandstreifen, Feldrain oder Hecke).

6. Bei Schlägen, die eine Größe von über 8 ha besitzen, kann das Anpflanzen von Hecken, Bäumen oder das Anlegen eines Feldraines vorgeschrieben werden.

7. Öffentliche Flächen dürfen nicht mitbewirtschaftet werden und gehen nicht in die Berechnung der nicht bewirtschafteten Flächen oder der Ackerrandstreifen ein.

8. Auf Gleyen mit hohem Grundwasserstand in der durchwurzelten Zone und auf Moorböden (> 20 % organische Substanz - schlagbezogener Mittelwert) darf kein Ackerbau betrieben werden.

9. Es darf keine Umwandlung von Dauergrünland (über 5 Jahre Nutzungsdauer) zur Ackernutzung (Ausnahme: Katastermäßig als Ackerland erfasste Flächen, die vom Standort her als Ackerland anzusprechen sind) oder zur Nutzung als Weihnachtsbaumkultur oder zur Aufforstung mit nicht standortgerechten Bäumen erfolgen.

10. Der Maisanteil in der Fruchtfolge darf höchstens 25 % betragen.